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Dezember 22, 2015

{Rezension} Verity heißt Wahrheit von Jeannie Waudby


Klappentext:

Brotherhood gegen Residents ' eine Zeit, die von Misstrauen und Gewalt geprägt ist. Um dem endlich ein Ende zu setzen, nistet sich die 16-jährige K als Spionin bei der Brotherhood ein. Damit führt sie ein Doppelleben und muss sich als eine von ihnen ausgeben. Keine leichte Aufgabe. Schließlich wollen diese Radikalen eigentlich ihren Tod. Oder hat man sie belogen? Greg jedenfalls ist für sie kein kaltblütiger Killer, sondern viel mehr als das. Aus Wahrheiten werden Lügen, aus Gegnern Menschen. Und bald weiß K nicht mehr, wem sie überhaupt noch trauen kann.

Oktober 16, 2015

{Rezension} Die Schmetterlingsfängerin von Margarita Kinstner / Lovelybooks-Leserunde


„Ich wollte kein Schiff besteigen, ich wollte nach Hause, immer schon wollte ich einfach nur Hause, und nie wusste ich, wo dieses Zuhause eigentlich war. Ich musste an meine Oma denken, die sich immer in die Ferne gesehnt, und an ihre Schwester Klara, die ihr Leben lang Heimweh gehabt hatte, an den riesigen Atlantik, der zwischen ihnen lag (...)."  (Seite 51)


Wo gehöre ich hin? Was ist Heimat eigentlich und wo ist meine? Diese Frage stellt sich die schwangere Katja, die in wenigen Wochen ihrem Freund Danijel nach Sarajevo nach gehen wird. Sechs Wochen vor dem geplanten Umzug hat sie ihre Arbeit bereits gekündigt und ihre Wohnung leer geräumt.

September 21, 2015

{Rezension} Die Ungeduld des Herzens von Stefan Zweig I Klassiker der Weltliteratur



Es ist Frühjahr 1914, wenige Monate vor dem Attentat auf den österreich-ungarischen Thronfolger Franz Ferdinand und dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges ist der Hauptprotagonist, der 25jährige Leutnant Anton Hofmiller, ein gutmütiger und empfindsamer junger Mann aus einfachen Verhältnissen, in einem Garnisonsstädchen im österreich-ungarischen Grenzgebiet stationiert.
Er erhält eine Einladung zu einer Abendgesellschaft in das Schloss des ungarischen Magnaten Lajos von Kekesfalva und begegnet dort zum ersten Mal seiner 17jähriger Tochter Edith und sogleich begeht er einen schwerwiegenden und für das restliche Romangeschehen sorgende Fauxpas - er fordert unwissend die Tochter des Gastgebers zu einem Tanz auf und diese bricht plötzlich in Tränen aus, denn seit einem Vorfall aus der Vergangenheit ist Edith gelähmt. Von ihrer Cousine Ilona erfährt Toni die Wahrheit und verlässt daraufhin panickartig und voller Scham das Schloss.  

 „Das war die unselige Tölpelei, mit der die ganze Sache begann." (Seite 34), schreibt Stefan Zweig, denn fortan kann der Leutnant an nichts anderes denken als an diesen peinlichen Vorfall, dieses vermeintliche Unrecht, welches er der jungen Gelähmten angetan hat, aber auch und speziell an das künftige Gespött seiner Kameraden.

September 10, 2015

{Rezension} Looking for hope von Colleen Hoover

Nachdem ich also seit einigen Wochen seit Langem wieder zurück in Deutschland bin, ging es gleich in den ersten Tagen wieder einmal in eine Buchhandlung und da fielen gleich so einige Bücher ohne langes Nachdenken in den Einkaufskorb. Nachdem ich ja so begeistert von Colleen Hoovers 'Weil ich Will liebe' bzw. 'Weil ich Layken liebe' geschrieben hatte (hier noch einmal nachzulesen) und auch den ersten Teil 'hope forever' (hier) wirklich mitreißend und spannend fand, musste der zweite Band 'looking for hope' selbstverständlich mit!


Klappentext:
Auf die Vergangenheit zurückzublicken, das hat Dean Holder seit dem Tod seiner Schwester Les erfolgreich vermieden und stattdessen kräftig an seinem Image als Bad Boy gearbeitet. Bis er Sky trifft, die seine Welt von einem Moment auf den anderen aus den Angeln hebt. Denn Sky erinnert Dean an Hope, seine verschwundene Kindheitsfreundin, nach der er seit Jahren vergeblich sucht. In Skys Gegenwart brechen Gefühle auf, die Dean längst verloren glaubte - doch immer mehr wird klar: Um in die Zukunft blicken zu können, muss Dean sich den Geistern seiner Vergangenheit ebenso stellen wie Sky ...

November 04, 2014

{Buchtipp} Hope Forever von Colleen Hoover

Nachdem ich im August so begeistert war von Colleen Hoovers „Weil ich Layken liebe" bzw. „Weil ich Will liebe" (hier noch einmal nachzulesen), war schnell klar, dass ich unbedingt auch ihren neuen Roman „Hope forever" haben musste und ich musste nicht lange überlegen, als ich das Buch vor einigen Tagen in der Buchhandlung liegen sah.

Kurzbeschreibung:
Die 17-jährige Sky ist starken Gefühlen bisher aus dem Weg gegangen. Wenn sie einem Jungen begegnet, verspürt sie normalerweise keinerlei Anziehung, kein Kribbeln im Bauch. Im Gegenteil. Sie fühlt sich taub. Bis sie auf Dean Holder trifft, der ihre Hormone tanzen lässt. Es knistert heftig zwischen den beiden und der Beginn einer großen Liebe deutet sich an. Doch dann tun sich Abgründe aus der Vergangenheit auf, die tiefer und dunkler sind, als Sky sich vorstellen kann. (via amazon)



Oktober 19, 2014

{Rezension} Das Sonntagsmädchen von Kate Lord Brown {Lovelybooks-Leserunde}



Klappentext:
Immer sonntags öffnet die herrschaftliche Villa in Marseille ihre schmiedeeisernen Tore und wird zum Treffpunkt für Künstler und Intellektuelle, die aus allen Ecken des Landes herbeiströmen. Auch der junge Maler Gabriel Lambert macht sich auf den Weg nach Südfrankreich. Doch es ist das Nachbarhaus, das ihn schon bald in seinen Bann zieht. Denn dort wohnt ein Mädchen, dessen Schönheit ihn vom ersten Augenblick an fesselt. Ein Mädchen, für das er alles zu tun bereit ist - koste es, was es wolle ...

September 21, 2014

{Rezension} Alles Liebe, deine Lise von Brigitte van Aken / Mixtvision Verlag

Der Mixtvision Verlag existiert seit 2005 und ist damit noch ein recht junger Verlag, welcher unabhängig ist und bei dem es vor allem um Kinder- und Jugendliteratur geht. Die Gestaltung von Kinder- und Jugendliteratur beschreibt der Verlag selbst als anspruchsvoll und zugleich unterhaltsam. Er schreibt auf der eigenen Homepage: „Vor allem aber liegt es uns am Herzen, Neugier zu wecken und Kreativität zu fördern. Unsere Bücher sollen zu eigenverantwortlichem, kritischem Denken anregen.". Im Programm selbst findet man außerdem eher unbekannte Autoren und ausgewählte Bücher, die sich meist um ein spezielles Thema drehen, was mir grundsätzlich sehr gut gefällt.

Ich bin selbst nur zufällig auf diesen Roman und schließlich auch auf den Verlag gestoßen und war gleich positiv überrascht. Nach eigener Anfrage beim Verlag bekam ich rasch und herzlich eine Antwort und nur wenige Tage später lag das Rezensionsexemplar in meinem Briefkasten.


September 03, 2014

{Rezension} Ein Buchladen zum Verlieben von Katarina Bivald

Der Duft von neuen Büchern. Ungelesenen Abenteuern. Freunden, die man noch nicht kennengelernt hat. Stunden magischer Wirklichkeitsflucht, die auf uns warten."


August 20, 2014

{Rezension} Frühstück bei Tiffany von Truman Capote / Lovelybooks Klassiker der Weltliteratur


Inhalt:
„Frühstück bei Tiffany" von Truman Capote gibt einen kurzen Ausschnitt aus dem Leben des exzentrischen It-Girls Holly Golightly, welche sich zwar mittellos, jedoch mit einer ganzen Menge unverschämten Charme und Einfallsreichtum durch das New Yorker Leben der High Societys um 1944 schlägt.

Erzählt wird die Geschichte von ihrem liebenswürdigen Nachbarn und Freund, einem erfolgslosen Schriftsteller, der Holly um ihre lebendige Art bewundert und auch liebt. Er erfährt schließlich auch als einziger die Wahrheit über ihre mysteriöse Vergangenheit und bleibt ihr auch in schweren Zeiten immer ein Freund, steht ihr bis zum Ende immer bei, auch wenn seine Liebe ihr gegenüber in diesem Maße nie erwidert wird.

August 12, 2014

{Buchtipp oder eher eine Liebeserklärung an:} Weil ich Layken liebe + Weil ich Will liebe von Colleen Hoover


Obwohl sicherlich einige schon von dieser Buchreihe Colleen Hoovers bzw. zumindest von dem ersten Band, der mittlerweile zahlreiche, sehr positive Rezensionen auf Amazon und verschiedenen Literaturportalen vorzuweisen hat, gehört hat, möchte ich an dieser Stelle doch auch meiner Begeisterung Ausdruck verleihen. Grund dafür ist, wie bei vielen anderen: Diese beiden Bücher sind einfach so dermaßen berührend, traurig, tragisch, mitreißend und wunderschön, dass sie unbedingt einen Platz auf meinem Blog benötigen. Viel möchte ich zum Inhalt auch gar nicht sagen, denn ich denke, der Klappentext ist als erster Eindruck aussagekräftig genug.

August 11, 2014

{Rezension} Das Herz ist ein einsamer Jäger von Carson McCullers / Lovelybooks Klassiker der Weltliteratur



Ich muss ehrlich zugeben, vor diesem Roman war mir Carson McCullers eine schier Unbekannte. Umso neugieriger stürzte ich mich also auf ihr Erstwerk Das Herz ist ein einsamer Jäger" von 1940 nachdem es für die Lovelybooks-Klassiker-der Weltliteratur-Runde für den Monat Juli gewählt wurde.


Carson McCullers schildert das Leben von insgesamt fünf Hauptpersonen über einen Zeitraum von sechs Monaten. Zeitlich befinden wir uns in den Monaten vor Ausbruch des Weltkriegs. Im Mittelpunkt des Geschehens steht der gutmütige Taubstumme Singer. Innerlich zerrissen wird er beherrscht von einer bedingungslosen, fast schon wahnwitzigen Liebe zu seinem Freund Antonapoulos, der anfangs in eine Irrenanstalt eingeliefert werden muss. Trotz dieser innerlichen Zerrissenheit scheint Singer die einsamen Sonderlinge seiner Umgebung anzuziehen. Sie fühlen sich gehört und verstanden von ihm und kommen in seinem Zimmer zur Ruhe.
Zu diesen Sonderlingen gehören die weiteren vier Hauptpersonen dieses Romans:
Der nachdenkliche Cafébesitzer Biff Brannon, der meist schweigt, beobachtet und sich trotz seiner Eherfrau immer einsamer zu fühlen scheint.

Juni 24, 2014

{Rezension} Welche Farbe hat die Angst? von Barbara Rose

Inhalt: Katta malt für ihr Leben gern. Als sie einen Kurs bei dem bekannten Maler Josef Wild gewinnt, ist der fasziniert, denn ihr Stil ähnelt auf unglaubliche Weise den Bildern einer ehemaligen Schülerin: Auch Miriam hat vor vielen Jahren bei ihm gelernt, sich aber kurz vor Ende des Kurses das Leben genommen. Durch Zufall findet Katta Miriams Maltagebuch und erkennt schnell: Ein Mädchen, das so viele Pläne hatte, kann unmöglich freiwillig in den Tod gegangen sein. Katta ahnt, dass damals etwas Schlimmes passiert sein muss, doch wie soll sie das beweisen?
Während sie immer tiefer in die Vergangenheit eintaucht, häufen sich unheimliche Vorgänge. Katta bekommt anonyme Briefe und ihre Sachen werden durchwühlt. Die Suche nach dem Täter von damals, der immer noch mitten unter ihnen ist, wird zu einem Wettlauf mit der Zeit. Wie gut, dass Katta tatkräftige Unterstützung vom charismatischen Alex bekommt …(via Verlagshomepage)

Juni 23, 2014

{Rezension} Obsidian - Schattendunkel von Jennifer L. Armentrout

Klappentext:
Als die siebzehnjährige Katy Swartz vom sonnigen Florida ins graue West Virginia ziehen muss, ist sie alles andere als begeistert. In ihrem winzigen neuen Wohnort kommt sie in den ersten Tagen nicht einmal ins Internet, was für die leidenschaftliche Buchbloggerin eine Katastrophe ist. Nur mit Mühe lässt sie sich dazu überreden, bei ihren Nachbarn zu klingeln, um "neue Freunde" zu finden. Und lernt so den atemberaubend gutaussehenden, aber bodenlos unfreundlichen Daemon Black kennen. Was Katy jedoch nicht weiß, ist, dass genau der Junge, dem sie von nun an am meisten aus dem Weg zu gehen versucht, ihr Schicksal bereits verändert hat… .

Juni 17, 2014

{Rezension} Verliebt in Hollyhill {+Zurück nach Hollyhill} von Alexandra Pilz


Zurück nach Hollyhill und auch Verliebt in Hollyhill waren für mich wohl die Highlights meines bisherigen Lesemonats und überraschten mich, im positiven Sinne natürlich. Sowohl den ersten als auch den zweiten Band verschluckte ich innerhalb weniger nächtlicher Stunden. Es war mir gar nicht anders möglich. Hollyhill verzaubert!



Mai 30, 2014

{Rezension} Es duftet nach Sommer von Huntley Fitzpatrick

Klappentext:
Die 17-jährige Gwen kann es nicht fassen: Ausgerechnet der größte Fehler ihres Lebens, Cassidy Somers, lässt sich dazu herab, den Sommer über auf ihrer Heimatinsel als Gärtner zu jobben. Anders als Gwen, die befürchtet, sich wie ihre Eltern mit miesen Jobs durch Leben schlagen zu müssen, ist er einer der reichen Kids vom Festland. Doch Gwen träumt davon, dem allen zu entfliehen. Nur was würde das für ihr Leben bedeuten? Gwen verbringt einen berauschenden Sommer auf der Suche nach Antworten darauf, was ihr wirklich wichtig ist, an ihrem Zuhause, den Menschen, die sie liebt und schließlich an sich selbst. Und an Cassidy, der sie in einen verwirrenden Gefühlstaumel zwischen magnetischer Anziehungskraft und köstlicher Unsicherheit stürzt.

Meine Meinung:
„Es duftet nach Sommer" von Huntley Fitzpatrick erinnert mich in groben Zügen und lediglich in Bezug auf diese sommerlich angehauchte Atmosphäre und den einfachen Schreibstil stark an „Unser letzter Sommer" von Ann Brashares, die ja definitiv zu meinen Lieblingsautoren im Sommer gehört. Ich war also mehr als froh, es mir bei unserem momentan guten Wetter auf der Liege im Garten bequem zu machen und in den Sommererlebnissen von Gwen abtauchen zu können.

Mai 22, 2014

{Rezension} Der Hase mit den Bernsteinaugen von Edgar de Waal


Klappentext:
264 Netsuke, japanische Miniatur-Schnitzereien aus Holz und Elfenbein, liegen in der Vitrine des britischen Töpfers Edmund de Waal, Nachkomme der jüdischen Familie Ephrussi aus Odessa. Wie sie dorthin kamen, erzählt dieses Erinnerungsbuch. Vom Paris der Belle Époque gelangte die Sammlung ins Wien des Fin de Siècle, aus Tokio in den 1950er-Jahren schließlich nach London. Die Ephrussis, einst an Einfluss und Reichtum den Rothschilds ebenbürtig, erlebten mit dem »Anschluss« 1938 den Niedergang – ihr gesamtes Vermögen fiel der »Arisierung« zum Opfer. Nur die Netsuke wurden – jede einzeln – in der Schürze des Dienstmädchens Anna gerettet. Eine Familienchronik, in der sich europäische Geschichte der letzten hundertfünfzig Jahre spiegelt, eine Wunderkammer, eine brillant geschriebene Erkundung über Besitz und Verlust, über das Leben der Dinge und die Fortdauer der Erinnerung.

April 13, 2014

{Rezension} Das Mädchen mit dem Haifischherz von Jenni Fagan

„Der Mond bringt die Wahrheit. Die Gezeiten liefern sie. Und wenn die Flut sich wieder zurückzieht, dann stiehlt sie jedes Mal etwas vom Ufer. Sie stiehlt Sand und Muscheln und Steine. Sie stiehlt Klippen und Felse und Zäune und Bäume und Felder und Häuser und Dörfer und Feldwege und zerrt alles hinab in die Tiefen des Meeres." 
                                                                   
Klappentext:
Anais Hendricks ist fünfzehn und sitzt auf dem Rücksitz eines Polizeiautos. Ihre Schuluniform ist blutverschmiert, und am anderen Ende der Stadt liegt eine Polizistin im Koma. Doch Anais kann sich da an nichts erinnern. Jetzt ist sie auf dem Weg ins Panoptikum, eine Besserungsanstalt für schwer erziehbare Jugendliche, die für das Waisenkind am Ende einer langen Kette von Heimen und Pflegefamilien steht. Das Panoptikum, ein ehemaliges Gefängnis im Niemandsland der Provinz, scheint wie gemacht für Anais, die mittlerweile sowieso denkt, sie sei ein Experiment, das Objekt einer Reihe von Versuchen, die zeigen sollen, wann ein Mensch zerbricht. Während Anais mit ihrer schwierigen Vergangenheit ringt und sich mit Mut und Fantasie durch ein Fürsorgesystem boxt, das ihr einen Schlag nach dem anderen versetzt, findet sie in den anderen Jugendlichen des Panoptikums fast so etwas wie eine Familie. Eine Familie, die sich ihre eigenen Mythen und Legenden schafft und deren Bande stärker sind als das System, aus dem es scheinbar kein Entkommen gibt. Es sei denn, du hast ein Haifischherz und Freunde, die dir helfen, ihm zu folgen ... .

Februar 23, 2014

{Rezension} Verstand und Gefühl von Jane Austen / Lovelybooks Klassiker der Weltliteratur

Nachdem ich Emma vor einigen Jahren las und natürlich auch Stolz und Vorurteil bereits einige Male verschlungen hatte, war ich sehr gespannt auf dieses weitere Werk der Jane Austen und war sehr glücklich darüber, es im Rahmen der Lovelybooks Klassiker lesen zu dürfen. Verstand und Gefühl gehört wohl zu den berühmtesten Klassikern der englischen Literatur und ebenfalls wie Stolz und Vorurteil zu den frühen Werken Austens, welche sich mit noch nicht einmal zwanzig Jahren um das Jahr 1795 verfasste. Veröffentlicht wurde der Roman jedoch erst 1811.

Im Mittelpunkt des Romans stehen die beiden Schwestern Elinor und Marianne Dashwood, die verschiedener wohl nicht sein können und dessen Charakter bereits im Romantitel angedeutet werden - Elinor, der Verstand, eine junge kühle, intelligente und meist zurückhaltende Frau und Marianne, das Gefühl, welche sich durch ihre offene, intuitive Art auszeichnet. Der Roman nimmt seinen Lauf mit dem Tod des Vaters, woraufhin die beiden Schwestern zusammen mit ihrer Mutter und einer weiteren jüngeren Schwester das eigene Zuhause verlassen müssen, da ein Stiefbruder das Anwesen erbt und für sich beansprucht. Die Familie zieht in ein Cottage, welches herzliche Bekannte für sie bereitstellen und finden sogleich Freunde, die sie willkommen in dem neuen Ort aufnehmen.
Ein Hauptaspekt des Romans ist - wie eigentlich immer in Austens Werken - das Bestreben nach Heirat, die den Schwestern eine finanzielle Absicherung, Ansehen und eine höhere Stellung in der Gesellschaft bieten soll. Wie so oft befinden sich die Protagonisten in einem Konflikt zwischen ihrem Verstand, den allgemeinen Erwartungen der Gesellschaft und ihrem Herzen, ihren wahren Gefühlen, die sich so einfach nicht abschalten sollen.

Januar 26, 2014

{Rezension} Die unendliche Geschichte von Michael Ende / Lovelybooks Klassiker der Weltliteratur


Kurzbeschreibung:
Bastian Balthasar Bux gerät in einem Antiquariat an ein Buch, das ihn auf magische Weise anzieht: Die unendliche Geschichte. Er stiehlt es und liest auf dem Schulspeicher vom grenzenlosen Reich Phantásien, in dem sich auf unheimliche Weise das Nichts immer weiter ausbreitet. Ursache dafür ist die Krankheit der "Kindlichen Kaiserin", die einen neuen Namen braucht, um gesund zu werden. Den kann ihr aber nur ein Menschenkind geben. Bald merkt Bastian, dass er mehr und mehr in die Handlung um den jungen Krieger Atréju und dessen Aufgabe, ein solches Menschenkind zu finden, hineingerät. Sollte er selbst jenes Menschenkind sein? (via amazon)


Meine Meinung:
Den vorliegenden Roman habe ich im Rahmen einer Lovelybooks-Leserunde gelesen, bei welcher monatlich ein Klassiker der Weltliteratur gewählt und gelesen wird, was grundsätzlich wieder einmal eine tolle Erfahrung gewesen ist und mir auch die Gelegenheit bot, mich näher mit diesem Buch zu beschäftigen.

Nun, „Die unendliche Geschichte" von Michael Ende wird oftmals zu echten Klassikern der deutschen Literatur gezählt und ist auch zweifellos ein häufig gelesenes Buch, dessen Verfilmung wohl jedes Kind kennt. Auch ich zeigte mich, zumindest während der ersten Hälfte des Buches, noch recht begeistert. Ich hatte übers Internet eine wunderschöne, ältere Ausgabe gefunden, die es so nicht mehr zu kaufen gibt, und war bzw. bin sehr stolz darauf diese im Regal stehen zu haben. Zudem passt der Schreibstil von Michael Ende perfekt in diese träumerische Fantasiewelt und die Art, mit welcher er all diese Geschehnisse einleitet, gefiel mir wirklich sehr sehr gut. Anfangs schien ich noch verzaubert von der neuen Welt mit all ihren Gestalten, die einem so bildhaft beschrieben werden. Doch schon bald stürzen all die fantastischen Geschöpfe und Ideen nur so auf mich ein. Es wurde mir schlichtweg alles einfach zu viel. Einige Aufenthalte Bastians durch Phantasien sind mir persönlich einfach zu lang und sind meiner Meinung nach zu weit ausgeholt. Dieses Gefühl verstärkte sich im Laufe des Lesens immer weiter und während man während der Einführung Phantasiens noch recht zufrieden ist mit dem langsamen Tempo, mit dem die Geschehnisse voran getrieben werden, und man dieses langsame Tempo ja anfangs sogar genießt, geht es auf den nächsten Seiten einfach weiter in diesem Schneckentempo und all den neu eingeführten Wesen, Völkern und Ländern begegnete ich eher mit einem Gähnen und Desinteresse. Verstärkt wurde dieser Effekt zusätzlich durch Bastians steigende Antipathie, welche für mich persönlich irgendwann kaum auszuhalten war. Man kommt also nur sehr schleppend voran, sodass ich mich persönlich auch immer nur schwer motivieren konnte, weiter zu lesen und mich ab der zweiten Hälfte des Buches nur noch durch zwingen musste, um dieses Buch endlich beenden zu können.
Zum Ende hin wurde es glücklicherweise etwas besser und auch mit dem Happy End konnte ich mich gut anfreunden, sodass ich das Buch in Ruhe beenden konnte. Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass Michael Ende in der Umsetzung seines Grundgedanken doch eine gute Leistung erbracht hat, er jedoch einige viele phantastische Ideen gut weglassen hätte können. Grundsätzlich ist „die unendliche Geschichte" sicherlich ein tolles Kinderbuch, falls das entsprechende Kind denn die erforderte Geduld überhaupt besitzt... .


Januar 12, 2014

{Rezension} Doctor Sleep von Stephen King

Kurzbeschreibung:
Auf Amerikas Highways ist eine mörderische Sekte unterwegs. Sie hat es auf Kinder abgesehen, die das Shining haben. Stephen King kehrt zu den Figuren und Szenerien eines seiner berühmtesten Romane zurück: Der Dreirad fahrende kleine Danny, der im Hotel Overlook so unter seinem besessenen Vater hat leiden müssen, ist erwachsen geworden. Aber die Vergangenheit lässt ihn nicht los, und wieder gerät er in einen Kampf zwischen Gut und Böse. Die zwölfjährige Abra hat das Shining. Kann er sie retten?


Nur mühevoll kann Dan Torrance die Schrecken verarbeiten, die er als kleines Kind im Hotel Overlook erlitten hat. Obendrein hat er die Suchtkrankheit seines besessenen Vaters geerbt und nimmt daher fleißig an Treffen der Anonymen Alkoholiker teil. Seine paranormalen Fähigkeiten – das Shining – setzt er nun in seinem Beruf ein: In einem Hospiz spendet er Sterbenden in ihren letzten Stunden Trost. Man nennt ihn liebevoll Doctor Sleep. Währenddessen ist in ganz Amerika eine Sekte auf der Suche nach ihrem Lebenselixier unterwegs. Ihre Mitglieder sehen so unscheinbar aus wie der landläufige Tourist – Ruheständler in Polyesterkleidung, die in ihr Wohnmobil vernarrt sind. Aber sie sind nahezu unsterblich, wenn sie sich vom letzten Lebenshauch jener Menschen ernähren, die das Shining besitzen. Das Mädchen Abra Stone besitzt es im Übermaß und gerät ins Visier der mörderischen Sekte. Um sie zu retten, weckt Dan die tief in ihm schlummernden Dämonen und ruft sie in einen alles entscheidenden Kampf. (Entnommen von der Heyne-Verlags-Website)

Meine Meinung:
Auf Doctor Sleep habe ich mich gefreut, wie schon lange nicht mehr auf ein Buch und als ich es dann endlich von einer ganz lieben Person zu Weihnachten geschenkt bekam, musste ich mich ehrlich zurückhalten nicht sofort zu lesen. Als es dann jedoch am ersten Weihnachtstag zumindest am Vormittag bei uns noch etwas ruhiger zuging, genoss ich die freie Zeit und wollte nur mal eben rein lesen. Ich las dann die ersten 100 Seiten einfach runter und so ging es mir eigentlich die meiste Zeit beim Lesen. Es gibt Menschen, die bei einem Buch von etwas über 700 Seiten vielleicht erst mal etwas abgeschreckt sind (was ich bei einigen Bücher auch durchaus nachvollziehen kann), aber bei Stephen King bzw. bei dem, was ich von ihm schon gelesen habe, ist dieser Schrecken völlig unbegründet und als ich dann nach wenigen Tage das Buch beendete, fragte ich mich bloß, wo all die Seiten hin waren. Aber dass Stephen King mit einer solch enormen Spannung schreibt ist nun wirklich kein Geheimnis mehr, obwohl mich jedes mal aufs Neue die Faszination ergreift. Stephen King sorgte auch hier wieder für erzählerisch exzellente Unterhaltung, welche mich, wie so oft, die Welt um mich herum vergessen ließ und mich eine Weile vollkommen in dieser Geschichte abtauchen ließ.

Ich habe Shining gelesen als ich etwa 13 oder 14 Jahre alt war (ja, ich muss zugeben, das ist vielleicht nicht das richtige Alter für dieses Buch gewesen), sodass doch einige Jahre zwischen Shining und Doctor Sleep lagen. Trotzdem habe ich Shining nicht noch einmal vorher gelesen und das war auch gar nicht nötig, denn ich konnte mich trotzdem problemlos in der Geschichte einfinden und mich wieder sehr, sehr gut mit Dan Torrance anfreunden.
Der Roman handelt von eben von diesem Dan Torrance, der in Shining meist als der kleine Junge Danny beschrieben wurde. Grundsätzlich beginnt der Roman auch kurz nach dem traumatischen Erlebnis im Overlook-Hotel. Der weitere Verlauf seiner Kindheit und Jugendzeit wird kurz und knapp geschildert und auch wie er mit diesem  schockierendem Erlebnis, dem Verlust seines Vaters und vor allem seinen speziellen Fähigkeiten, dem Shining, umgeht. Schließlich erlebt der Leser Dan Torrance als jungen Erwachsenen, der sein Leben nicht mehr unter Kontrolle hat und in seinem Alkoholkonsum seinem verstorbenem Vater nacheifert, um genau dieses Shining in ihm selbst zu verdrängen. Nach einigem ziellosen Hin und Her durch ganz USA, landet Dan schließlich an einem Ort, an dem sein Leben eine Wende nimmt. Er findet Arbeit und Freunde, welche ihm dabei helfen weg vom Alkohol zu kommen und in sein Leben wieder Ordnung zu bringen. Nebenbei erfährt der Leser immer öfter etwas von einer Art Sekte, dem Wahren Knoten, welche in mehreren Wohnmobilen umherzieht und versucht Kinder, die das Shining besitzen, zu entführen und diese zu benutzen. Schließlich handelt das Buch auch von Abra, einem kleinen Mädchen, welches nicht weit von Dans neuem Zuhause geboren wird und ähnlich wie Dan selbst das Shining in sich trägt, jedoch handelt es sich hierbei um ein weitaus stärkeres und mächtigeres Shining. Inwiefern sich diese Handlungsverläufe noch kreuzen, sei nun euch überlassen und ich möchte auch nichts weiter verraten. Es sei lediglich gesagt, dass Stephen King allein inhaltlich einer sehr gelungene Fortsetzung erschaffen hat und besonders Dan Torrance als erwachsener, reifer Mann hat mir sehr gut gefallen.

Für mich war Doctor Sleep von Stephen King definitiv eine mehr als gelungene Fortsetzung von Shining und ganz allgemein sicherlich auch lesenswert für diejenigen, die Shining vielleicht noch nicht gelesen haben. Trotzdem denke ich, dass man es durchaus als Fortsetzung verstehen sollte und auch den ersten Teil gelesen haben sollte, denn so wirkt dieses Werk einfach noch viel vielschichtiger und wirkungsvoller.