Es ist Frühjahr 1914, wenige Monate vor dem Attentat auf den österreich-ungarischen Thronfolger Franz Ferdinand und dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges ist der Hauptprotagonist, der 25jährige Leutnant Anton Hofmiller, ein gutmütiger und empfindsamer junger Mann aus einfachen Verhältnissen, in einem Garnisonsstädchen im österreich-ungarischen Grenzgebiet stationiert.
Er erhält eine Einladung zu einer Abendgesellschaft in das Schloss des ungarischen Magnaten Lajos von Kekesfalva und begegnet dort zum ersten Mal seiner 17jähriger Tochter Edith und sogleich begeht er einen schwerwiegenden und für das restliche Romangeschehen sorgende Fauxpas - er fordert unwissend die Tochter des Gastgebers zu einem Tanz auf und diese bricht plötzlich in Tränen aus, denn seit einem Vorfall aus der Vergangenheit ist Edith gelähmt. Von ihrer Cousine Ilona erfährt Toni die Wahrheit und verlässt daraufhin panickartig und voller Scham das Schloss.
„Das war die unselige Tölpelei, mit der die ganze Sache begann." (Seite 34), schreibt Stefan Zweig, denn fortan kann der Leutnant an nichts anderes denken als an diesen peinlichen Vorfall, dieses vermeintliche Unrecht, welches er der jungen Gelähmten angetan hat, aber auch und speziell an das künftige Gespött seiner Kameraden.